Wenn Sie sich eine Zigarre anzünden, um sich für einen Augenblick ganz dem Genuss hinzugeben, denken Sie wahrscheinlich kaum darüber nach, welche Reise so ein Tabakblatt bereits hinter sich hat. 

Erfahren Sie, wie der Weg vom Tabaksamen bis zur fertigen Zigarre aussieht, die Sie gerade zwischen den Lippen halten.

Der Samen wird in die Erde gelegt

Wie bei allen Pflanzen beginnt auch beim Tabak der Lebenszyklus als Samen. Die Geschichte der Tabakblätter Ihrer Zigarre beginnt also mit der Aussaat. Die Erde, in der die Tabakpflanze gedeihen soll, entscheidet maßgeblich über die Qualität des fertigen Produkts. Unter der Anbaulage versteht man den Einfluss der Erde auf das Geschmacksprofil der Tabakpflanze sowie weitere Umweltfaktoren. Humusreiche Erde ergibt ein kräftiges, würziges Aroma, wohingegen humusärmere Erden einen leichteren Tabak produzieren.

Die Tabakpflanze wächst

Etwa eine oder zwei Wochen nach der Aussaat beginnt die Tabakpflanze zu keimen. Jetzt kann die Pflanze wachsen und die typischen Blätter ausbilden, die der Zigarre bald das kräftige, würzige Aroma verleihen sollen. Wetterfaktoren wie Regen und Sonne beeinflussen den Geschmack der wachsenden Pflanze. Je stärker die Sonne scheint, desto dunkler und kräftiger werden beispielsweise die Blätter.

Interessanterweise entwickeln Blätter je nach Entwicklungsstadium der Pflanze leicht unterschiedliche Qualitäten. Die unteren Blätter der Pflanze, die sogenannten Volado-Blätter, sorgen dafür, dass die Zigarre später gut glimmt, tragen aber nicht besonders zum Geschmack bei. Die Blätter im mittleren Teil der Pflanze heißen Seco-Blätter und sind sowohl im Geschmack als auch im Aroma eher mild. Ligero-Blätter sind die oberen 40 % der ausgewachsenen Pflanze. Hier sitzen stärkere Aromen, die man gern für kräftigere Zigarren verwendet. Die obersten Ligero-Blätter nennt man Corona-Blätter. Sie werden aber selten in der Zigarre verwendet.

Die letzte Phase: Von der Ernte bis zur Zigarre

Ist die Pflanze ausgewachsen, erntet und bereitet man die Tabakblätter vor, um sie später zu guten Zigarren verarbeiten zu können. Nach der Ernte lässt man die Blätter an der Sonne, der Luft oder einem warmen Ort trocknen. Dieses Verfahren nennt man Curing. Um den Geschmack zu intensivieren, setzt man die getrockneten Blätter im anschließenden Fermentierungsprozess Wärme und Feuchtigkeit aus.

Am Ende seiner langen Reise wird der Tabak zu edlen Zigarren gerollt, beispielsweise zur VILLIGER. Die Zigarren werden verpackt, auf den Versandweg gebracht und gelangen schließlich in die Humidore von Zigarrenliebhabern auf der ganzen Welt. Zünden Sie sich also Ihre Zigarre in dem Bewusstsein an, dass viel Arbeit und Zeit in die Herstellung geflossen ist. Dann steht dem Genuss eines entspannten Rauchmoments nichts mehr im Wege.

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