Es ist kein Zufall, dass Aficionadas und Aficionados für den vollkommenen Tabak-Genuss einen Whisky geniessen. In diesem Artikel erfahren Sie, warum das so ist, welche Kombinationen besonders empfehlenswert sind und worauf Sie bei der Paarung von Cigarre und Whisky achten müssen, damit beide Partner zusammen optimal zur Geltung kommen.

Das Kombinieren von Tabak mit alkoholischen Getränken ist keine moderne europäische Erfindung. Bereits als Seefahrer im 15. Jahrhundert Amerika entdeckten, „tranken“ die Indianer nicht nur Rauch (z. B. bei Völker verbindenden Ritualen mit Friedenspfeifen), was den Europäern bis dahin fremd war, sondern sie kombinierten den Tabak-Genuss auch mit einem alkoholischen Getränk aus Mais.

Typ ist wichtiger als Stärke

Auf der Suche nach der sinnvollsten Paarung von Cigarre und Alkohol sollte man stets bedenken, dass nicht der Alkohol-Gehalt, sondern der Alkohol-Typ die wichtigere Rolle spielt. So haben z. B. Calvados und Whisky dieselbe Stärke, verhalten sich jedoch völlig unterschiedlich; der aus Äpfeln gebrannte Calvados ist fruchtig und aromatisch. Der aus Getreide hergestellte Whisky ist aggressiver. So ist die Verschmelzung von Cigarre und Whisky um vieles intensiver als andere Kombinationen. Bekannt und im wahrsten Sinne des Wortes salonfähig wurde die Kombination von Whisky und Cigarre hauptsächlich dank Hollywood. 

Entfalten und Verteilen

Aber warum macht es denn überhaupt Sinn, dass man zu einer edlen Cigarre einen feinen Whisky trinkt? Es gibt zwei einfache, chemische Gründe dafür: Einerseits entfalten sich nicht alle Tabak-Aromen im Mund, weil diese nicht im Wasser (Speichel) löslich sind, jedoch im Alkohol. So fügt ein Schluck Whisky neue Aromastoffe hinzu und bereichert das Bouquet. Andererseits verteilt Alkohol die „flüchtigen“ Aromastoffe des Rauchs im ganzen Mund und unterstützt deren Transport zu den inneren Rezeptoren, wodurch Aficionada/os den Tabak-Geschmack noch intensiver geniessen können.

Tipps und Tricks

Weil die Geschmäcker verschieden sind, gilt für das Finden der perfekten Kombination von Whisky und Cigarre dasselbe wie für viele andere Lebensbereiche; Probieren geht über Studieren. Wichtig ist jedoch, dass man beide Komponenten schmecken kann und keiner der Partner den anderen dominiert und überdeckt. Daher gilt aller individuellen Experimentierfreudigkeit zum Trotz, dass starke Cigarren zu einem torfigeren Whisky Sinn machen, und milde Cigarren eher zu einem milden Whisky passen. Denn rauchiger, torfiger Whisky übertönt sämtliche feinen Aromen von milden Cigarren. Wer aber gerne rauchige Whiskys trinkt, der sollte entweder nach dem Anzünden der Cigarre mit einem schwächeren Getränk starten, oder die Cigarre z. B. schon auf dem Spaziergang in die Lounge anzünden. So nimmt man zu dem Zeitpunkt den ersten Schluck rauchigen Whiskys, wo die Cigarre bereits in ihrem letzten, intensivsten Drittel angelangt ist und von der Stärke her zum Whisky passt. 

Zuerst trinken, dann ziehen

Um ganz grundsätzlich die richtige Balance zwischen Tabak und Alkohol zu erreichen, sollte man den Whisky in kleinen Schlucken trinken. Dabei die Lippen zuerst ein wenig benetzen, den ersten Schluck nehmen und diesen ein Weilchen im Mund behalten – am besten zwischen den Zähnen, damit ein Teil des Alkohols verdampfen kann – und dann an der Cigarre ziehen.

Nicht empfehlenswert ist das Eintauchen des Cigarren-Kopfes (Mundende), weil die aufgeweichte Cigarre dadurch schlechter ziehen könnte oder sich sogar abwickelt. Für experimentierfreudige Aficionada/os noch ein Tipp für den Geldbeutel: Neue Cigarren-Whisky-Kombinationen probiert man am besten bei Verkostungen oder in einer Cigarren-Lounge. Denn, wenn einem der Whisky oder die Kombination zur Cigarre nicht schmeckt, hat man nicht das Geld für eine ganze Flasche ausgegeben.

Grundsätzliche Kombinations-Empfehlungen

Aber welche konkreten Kombinationen passen denn nun zueinander? Für den Genuss von cubanischen Cigarren sind Single Malt Whiskys den Blends vorzuziehen. Blended Whiskys, deren ursprüngliches Aroma sehr ausdrucksvoll ist, harmonieren besser mit dominikanischen Cigarren, die kein so reiches, aromatisches Bouquet haben.

Zu milden und mittelkräftigen Cigarren ist ein Speyside Whisky, mit seiner leichten und fruchtigen Art, die richtige Wahl. Bei dieser Kombination entwickelt sich ein schönes Aromen-Spiel, wenn man nach dem Whisky-Schluck an der Cigarre zieht. Auch für das cigarjournal.de ist klar, dass ein fruchtig frischer Single Malt mit einer süsslich-vanilligen Note den gehaltvollen Geschmack von milden Cigarren prima ergänzt. Für kräftigere Cigarren empfehlen die Aficionada/os eher einen Lagavulin 16 Years, wobei sich die malzige Süsse sowie die kräftige Torfnote des Whiskys mit den kräftigen Aromen z. B. einer VILLIGER San’Doro Colorado wunderbar entfalten können.

Whisky-Empfehlungen zu VILLIGER-Cigarren

Die VILLIGER-Aficionadas und Aficionados empfehlen, Cigarren von hoher Qualität mit Whisky zu kombinieren, der die gewagten und manchmal feinen Aromen hervorhebt. So belebt z. B. der erdig-würzige Russell’s Reserve 1998 Kentucky Straight Bourbon Whiskey mit seiner Zimt- und Süssholz-Note die würzigen Qualitäten von VILLIGERS Talanga und hinterlässt einen Vanille- und Karamellton mit Geschmack nach Graham Cracker.

Und die geheime Mischung der VILLIGER Celebration Toro offenbart die Aromen, die eine wunderbare Kombination mit dem fruchtig-honigsüssen Geschmack des Balvenie Single Barrel (15 Jahre alter Single Malt Scotch Whisky) ergeben. Weitere Empfehlungen für passende Kombinationen von Cigarren mit Whisky oder anderen Getränken finden Sie in unserem Blog "Die besten Begleiter zur Cigarre".  

Den höchsten Genuss erleben

Wussten Sie eigentlich, dass die Intensitätskurve des Alkohols am Anfang schnell ansteigt und dann langsam zurückgeht, während die Intensität einer Cigarre während des Rauchens bis zum Schluss stufenweise wächst? Das verhält sich so, weil sich beim Getränk die Aromastoffe eher an der Oberfläche befinden, bei der Cigarre jedoch im Inneren. So werden die Tabak-Aromen erst durch das Anzünden stetig intensiver freigegeben. Aficionado Willy Alvero ((von shmckr.com)) erklärt dazu passend: „Nur wenn Sie das richtige Paar gewählt haben, bei dem die Intensität der Cigarre wie die des Alkohols den Höhepunkt zur gleichen Zeit erreichen, können Sie den höchsten Genuss erleben.“

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